sportplatz_reb_kleinAnlage im Rebstock wird für 2,5 Millionen Euro modernisiert

Sportler fühlen sich ab dem kommenden Jahr deutlich wohler auf der Sportanlage im Rebstock – die Umkleiden und Duschen sind dann deutlich komfortabler.

Noch sind die Bauarbeiten auf dem Gelände Am Römerhof 9 in vollem Gange, doch Anfang 2011 ist das neue Funktionsgebäude fertig. Zweistöckig ist es, mit neuen Duschen, mehr Umkleiden, Terrassen und einem Besprechungsraum. Der Platzwart kommt nicht zu kurz, er bezieht eine 100 Quadratmeter große Wohnung im Haus. Für die Schiris sind ebenfalls Räume vorgesehen.

Sportfeste von Schulen

Bisher gab es auf dem Gelände stets Probleme, da nicht genügend Umkleiden und Sanitärräume vorhanden waren. Die Anlage bietet viele Möglichkeiten und wird von zahlreichen Vereinen und Schulklassen genutzt. Sie verfügt über zwei Rasenplätze und einen Hartplatz, auf denen unter anderem Fußball gespielt werden kann. Außerdem gehört ein Tennisplatz, Felder für Hockey und Rollsport sowie eine Laufstrecke zur Anlage dazu. Es gibt dort außerdem die Möglichkeit, beinahe alle Leichtathletik-Disziplinen auszuüben, weshalb die Anlage sehr beliebt für Schulsportfeste ist.

Der Bau kostet insgesamt 2,5 Millionen Euro. 2,1 Millionen Euro zahlt das Land, den Rest übernimmt die Stadt Frankfurt. Die Mittel des Landes stammen aus dem hessischen Sonderinvestitionsprogramm Schul- und Hochschulbau, aus dem das Land der Stadt Frankfurt 1,7 Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Davon fließen zehn Prozent in Ausgaben für den Sport.

Finanzstaatssekretär Thomas Schäfer hat gestern die Baustelle besichtigt. Er war zufrieden, der Bau sei bisher prima gelungen und ein Symbol für das Wirken des Konjunkturprogramms. «Ich freue mich sehr, dass die Arbeiten schon so weit fortgeschritten sind, sodass diese intensiv und vielseitig genutzte Sportanlage in naher Zukunft mit neuem, erweiterten Platzangebot zur Verfügung steht», sagte er.

Die Arbeiten haben im November vergangenen Jahres mit dem Abbruch des alten Funktionsgebäudes begonnen. Ende Februar 2011 soll der neue Trakt stehen. «Wir haben uns dafür entschieden nicht nur schnell und billig zu bauen», erklärt Sportdezernent Markus Frank. «Das Gebäude ist für viele Jahre konzipiert.» Seit 2007 baut die Stadt nach Passivhausstandard, diesem wird auch der Neubau im Rebstock gerecht werden. «Wir werden auf diese Weise Unmengen an Energie einsparen», betont Frank. Architekt Rochus Gabriel stimmt ihm zu: «Der größte Teil der Warmwasserbereitung erfolgt durch Sonnenwärme.» Daneben sei alles hervorragend gedämmt. «Die Sportler heizen sich sozusagen selbst», meint der Sportdezernent.

Zur Besichtigung der Baustelle sind auch Vertreter der Vereine erschienen, die die Anlage nutzen. Einer ist Manfred Seidel von der DJK Schwarz-Weiß Griesheim. «Wir haben beobachtet, dass bei anderen Anlagen etwas passiert und sind nun sehr froh, dass wir an der Reihe sind», sagt er. Ein Dorn im Auge ist ihm jedoch die aktuelle Parksituation. «Es gibt nicht genügend Parkplätze», sagt Manfred Seidel. «Wenn Messe ist, haben wir noch weniger Möglichkeiten.»

Zu wenig Parkplätze

Der Bauplan sieht 25 Stellplätze vor der Anlage vor. «Bei großen Veranstaltungen reicht das jedoch nicht aus», räumt Architekt Rochus Gabriel ein. «Dieses Problem konnte jedoch nicht umgangen werden, das Gebäude steht schließlich in einem gewachsenen Gefüge.» Auch Frank muss vertrösten. «Wir hatten die Wahl, entweder ein größeres Funktionsgebäude oder ein größerer Parkplatz, für beides gibt es auf diesem Gelände keinen Platz.» Als Kompromiss bietet der Sportdezernent jedoch an, Platz zum Abstellen von Fahrrädern zu schaffen. «Ich denke, da können wir zusammen kommen.» nis

Quelle: FNP 15.07.2010