FNP 01.06.2011:

Zum 90. Geburtstag ihres Vereins werfen die Mitglieder des DJK Schwarz-Weiß Griesheim einen Blick zurück in die Geschichte.
Einen echten Feiermarathon haben die Mitglieder des DJK von morgen bis Sonntag auf die Beine gestellt. Es soll aber auch besinnlich zugehen.
Von Marie Brüggemann

1930 bei der DJK Schwarz-Weiß: Es scheint so, als habe man damals als Torwart damals noch verpflichtend eine Schiebermütze aufsetzen müssen, um mit dieser zur Not Schüsse aus dem Tor zu fischen. Foto: Archiv1930 bei der DJK Schwarz-Weiß: Es scheint so, als habe man damals als Torwart damals noch verpflichtend eine Schiebermütze aufsetzen müssen, um mit dieser zur Not Schüsse aus dem Tor zu fischen. Foto: Archiv1930 bei der DJK Schwarz-Weiß: Es scheint so, als habe man damals als Torwart damals noch verpflichtend eine Schiebermütze aufsetzen müssen, um mit dieser zur Not Schüsse aus dem Tor zu fischen. Foto: Archiv Wenn sich morgen früh die Mitglieder, Freunde und Ehemalige des Sportvereins "DJK Schwarz-Weiß Griesheim" zum Gottesdienst versammeln, um die Feierlichkeiten des 90jährigen Vereinsbestehens zu eröffnen, wird Manfred Schratz endlich durchatmen können. Bis zum Tag der Eröffnung ist noch viel zu tun, die Organisatoren haben ein umfassendes Programm über vier Tage geplant. Spiel- und Sportfeste, eine Wanderung und der Frühschoppen am Sonntag sollen für Stimmung sorgen. Aber auch besinnliche Stunden bei Filmabenden, Ehrungen und einer Gedenkstunde für verstorbene Vereinsmitglieder gehören dazu.

Schratz ist vor allem gespannt auf das "Veteranen-Treffen" – von seinem Beitritt 1965 bis heute hat er so einige Mitgliedschaften überdauert: "Bekannte Gesichter, die ich über Jahre nicht mehr gesehen habe. Da freu’ ich mich drauf."

Schwere Jahre

Heute ist Schratz verantwortlich für den Jugendspielbetrieb. In den Verein kam er, kurz nachdem dieser 1964 neu gegründet wurde. Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war er 1935 verboten, das Vereinshaus zerstört worden. Schon damals zeichnete der starke Zusammenhalt unter den Mitgliedern der DJK aus. So entstanden nach der Wiedergründung auch eine Flutlichtanlage und ein neues Vereinshaus in Eigenarbeit.

Neben dem Sportangebot für Fußball, Tennis, Tischtennis und Gymnastik prägten zahlreiche Veranstaltungen das Vereinsleben: Jugendfreizeiten, Kappenabende mit mehreren hundert Gästen und integrative Sportfeste mit Behinderten zeichneten den Verein in den 1970er und 80er Jahren aus.

Teamgeist entwickeln

Viele dieser Aktionen sind im Laufe der Jahre der mangelnden Zeit und Motivation der Mitglieder zum Opfer gefallen. Aber auch positive Entwicklungen ließen sich feststellen. Im hohen Migrantenanteil, besonders in den Fußballmannschaften, sieht Schratz eine große Chance: "Auf dem Platz lernen die Jungs nicht nur Fußball spielen, sondern auch, ihr soziales Umfeld zu achten und Teamgeist zu entwickeln." Einen Beitrag zur Integration leisten, und Jugendliche mit verschiedenen Hintergründen zusammenbringen – dies seien die Ziele, die der Sportverein heute verfolge.

Ein Blick in die aktuelle Tabelle der Kreisliga B zeigt, dass die gemeinsamen Ziele die 1. Mannschaft des DJK voranbrachten – in einer erfolgreichen Saison landete sie auf dem zweiten Platz der Kreisliga und liebäugelt mit dem Aufstieg. Die Gäste der Vereinsfeier werden von morgen an bis Sonntag auf dem Sportplatz des Vereins, Am Römerhof 9, auf 90 bewegte Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Zugehörigkeit und Zusammenhalt haben über all die Jahre im Vordergrund gestanden, sagt Schratz. Kürzlich wurde noch ein weiterer Programmpunkt angekündigt: Vier ehemalige Fußballer, heute als "Four Voices" bekannt, werden am Samstagabend für die Musik sorgen. Offensichtlich entstanden im DJK Kontakte, die weit über den sportlichen Rahmen hinaus bestehen blieben – wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet unter http://www.schwarz-weiss-griesheim.de

Zum 90. Geburtstag ihres Vereins werfen die Mitglieder des DJK Schwarz-Weiß Griesheim einen Blick zurück in die Geschichte

Einen echten Feiermarathon haben die Mitglieder des DJK von morgen bis Sonntag auf die Beine gestellt. Es soll aber auch besinnlich zugehen.

Von Marie Brüggemann

1930 bei der DJK Schwarz-Weiß: Es scheint so, als habe man damals als Torwart damals noch verpflichtend eine Schiebermütze aufsetzen müssen, um mit dieser zur Not Schüsse aus dem Tor zu fischen.	Foto: Archiv1930 bei der DJK Schwarz-Weiß: Es scheint so, als habe man damals als Torwart damals noch verpflichtend eine Schiebermütze aufsetzen müssen, um mit dieser zur Not Schüsse aus dem Tor zu fischen.	Foto: Archiv1930 bei der DJK Schwarz-Weiß: Es scheint so, als habe man damals als Torwart damals noch verpflichtend eine Schiebermütze aufsetzen müssen, um mit dieser zur Not Schüsse aus dem Tor zu fischen. Foto: Archiv Wenn sich morgen früh die Mitglieder, Freunde und Ehemalige des Sportvereins "DJK Schwarz-Weiß Griesheim" zum Gottesdienst versammeln, um die Feierlichkeiten des 90jährigen Vereinsbestehens zu eröffnen, wird Manfred Schratz endlich durchatmen können. Bis zum Tag der Eröffnung ist noch viel zu tun, die Organisatoren haben ein umfassendes Programm über vier Tage geplant. Spiel- und Sportfeste, eine Wanderung und der Frühschoppen am Sonntag sollen für Stimmung sorgen. Aber auch besinnliche Stunden bei Filmabenden, Ehrungen und einer Gedenkstunde für verstorbene Vereinsmitglieder gehören dazu.

Schratz ist vor allem gespannt auf das "Veteranen-Treffen" – von seinem Beitritt 1965 bis heute hat er so einige Mitgliedschaften überdauert: "Bekannte Gesichter, die ich über Jahre nicht mehr gesehen habe. Da freu’ ich mich drauf."


Schwere Jahre

Heute ist Schratz verantwortlich für den Jugendspielbetrieb. In den Verein kam er, kurz nachdem dieser 1964 neu gegründet wurde. Unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft war er 1935 verboten, das Vereinshaus zerstört worden. Schon damals zeichnete der starke Zusammenhalt unter den Mitgliedern der DJK aus. So entstanden nach der Wiedergründung auch eine Flutlichtanlage und ein neues Vereinshaus in Eigenarbeit.

Neben dem Sportangebot für Fußball, Tennis, Tischtennis und Gymnastik prägten zahlreiche Veranstaltungen das Vereinsleben: Jugendfreizeiten, Kappenabende mit mehreren hundert Gästen und integrative Sportfeste mit Behinderten zeichneten den Verein in den 1970er und 80er Jahren aus.


Teamgeist entwickeln

Viele dieser Aktionen sind im Laufe der Jahre der mangelnden Zeit und Motivation der Mitglieder zum Opfer gefallen. Aber auch positive Entwicklungen ließen sich feststellen. Im hohen Migrantenanteil, besonders in den Fußballmannschaften, sieht Schratz eine große Chance: "Auf dem Platz lernen die Jungs nicht nur Fußball spielen, sondern auch, ihr soziales Umfeld zu achten und Teamgeist zu entwickeln." Einen Beitrag zur Integration leisten, und Jugendliche mit verschiedenen Hintergründen zusammenbringen – dies seien die Ziele, die der Sportverein heute verfolge.

Ein Blick in die aktuelle Tabelle der Kreisliga B zeigt, dass die gemeinsamen Ziele die 1. Mannschaft des DJK voranbrachten – in einer erfolgreichen Saison landete sie auf dem zweiten Platz der Kreisliga und liebäugelt mit dem Aufstieg. Die Gäste der Vereinsfeier werden von morgen an bis Sonntag auf dem Sportplatz des Vereins, Am Römerhof 9, auf 90 bewegte Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Zugehörigkeit und Zusammenhalt haben über all die Jahre im Vordergrund gestanden, sagt Schratz. Kürzlich wurde noch ein weiterer Programmpunkt angekündigt: Vier ehemalige Fußballer, heute als "Four Voices" bekannt, werden am Samstagabend für die Musik sorgen. Offensichtlich entstanden im DJK Kontakte, die weit über den sportlichen Rahmen hinaus bestehen blieben – wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Weitere Informationen zum Verein gibt es im Internet unter http://www.schwarz-weiss-griesheim.de